Wellplatten sind vielseitig — vom Gartenhaus bis zur Industriehalle. Aber welche für dein Projekt? Diese Kaufberatung führt dich durch alle Entscheidungen: Material, Profil, Stärke, Zubehör.
Was du in diesem Artikel lernst
- Die vier gängigen Wellplatten-Materialien im Überblick
- Wie du das richtige Profil auswählst
- Welche Stärke wofür passt
- Was ins Zubehör-Paket gehört
Schritt 1: Material wählen
Polycarbonat (PC)
Der Alleskönner: bruchresistent, wetterfest, günstig. Für Dächer bei Belastung durch Hagel, Wind und Regen die erste Wahl. Findest du in unserem Polycarbonat-Sortiment.
PVC
Günstig, leicht, für einfache Bedachungen (Gartenhaus, Schuppen, Notabdeckung). Nicht die erste Wahl bei Schneelast oder hohem Anspruch. In unserem PVC/PET-Sortiment.
PET
Kunststoff mit besserer UV-Beständigkeit als PVC, aber weniger belastbar als Polycarbonat. Für Zwischenanwendungen.
Faserzement (Eternit-Nachfolger)
Traditionelles Material für Stall- und Nebengebäude. Nicht in unserem Kernsortiment — wir konzentrieren uns auf Kunststoff-Bedachung.
Schritt 2: Profil auswählen
Die Wellplatten-Profile unterscheiden sich in Wellenhöhe und -abstand. Die häufigsten:
- Sinus 76/18: Klassisch, mit 76 mm Wellenbreite und 18 mm Höhe. Universell einsetzbar.
- Trapez 76/18 oder 130/30: Höhere Belastbarkeit, für Industriedächer und größere Sparrenabstände.
- Wabe (Structura): Diffuseres Licht, elegant. Für Terrassen und Wintergärten.
Detaillierter Vergleich in unserem Blog „Sinus, Trapez, Wabe".
Schritt 3: Stärke wählen
- 0,8 mm PVC: Notabdeckung, Kurzzeit-Anwendung
- 1,0 mm Polycarbonat: Gartenhaus, Vordach mit geringer Schneelast
- 1,2 mm Polycarbonat: Standard für Carport, Terrassen-Zusatzdach
- 1,5-2,0 mm Polycarbonat: Industriedächer, Regionen mit hoher Schneelast

Schritt 4: Farbe und Lichtdurchlass
Klare Platten haben ~85% Lichtdurchlass, Opal und Milchig ~50-60%, Bronze und Rauch ~30-40%. Farbwahl hängt von der gewünschten Atmosphäre und Verschattung ab.
Schritt 5: Zubehör-Paket
Für ein 20 m² Wellplatten-Dach brauchst du:
- Wellplatten inkl. 5-10% Verschnitt
- Spenglerschrauben mit Dichtscheibe (rechne 8-10 Stück pro m²)
- Firstprofil (Umkehrwelle)
- Traufblech
- Wellendichtungen (Butylband) für Randabschluss
- Ggf. Wandanschlussprofil
Alles findest du in unserem Wellplatten-Zubehör.
Wie viele Wellplatten für welche Fläche?
Standardplatten sind meist 1090 mm breit (nutzbar ca. 1050 mm nach Überlappung). Für 20 m² Dach brauchst du also rund 20 m² / 1,05 m Breite = 19 lfm Nutzhöhe. Bei 3 m Länge sind das 7 Platten.
Häufige Kauffehler
Zu dünne Platten wählen
Sparen im Materialpreis, dann Bruch nach dem ersten Winter — Ärger und Doppelkosten.
Falsches Profil zu vorhandenem Zubehör
Die Profile Firstblech und Traufblech sind profilspezifisch. Wenn du nachrüstest, kaufst du im gleichen Profil.
Vergessene UV-Seite
Polycarbonat-Wellplatten haben eine UV-geschützte Oberseite. Beim Verlegen zeigt die Markierung nach oben.
Aktuelle Aktionen
Bis Ende Sommer bekommst du in der Sommer26-Aktion bis zu 50% auf ausgewählte Wellplatten-Serien. Der Abverkauf hat aktuell 77 Restposten-Produkte.
Häufige Fragen zum Thema
Welche Wellplatten für Gewächshaus?
Klare Polycarbonat-Wellplatten mit 0,8-1,0 mm — leicht, licht, wetterfest.
Wie lange halten Polycarbonat-Wellplatten?
Nach Herstellerangaben rund 15-20 Jahre bei sachgerechter Verlegung.
Kann ich Wellplatten zuschneiden?
Ja, mit Feinzahn-Kreissäge, Stichsäge oder scharfem Cutter (bei dünnen PVC). Immer entgratet und mit Kanten-Versiegelung montieren.
Fazit
Die richtigen Wellplatten hängen von Material, Profil und Stärke ab — Zubehör nicht vergessen. Unser KI-Produktberater hilft dir bei der Auswahl. Oder schreib direkt an hello@biwo-bauwelt.com.
