Das Deckprofil A2 System ist der Standard für 16 mm Stegplatten in Deutschland. Sauber, wasserdicht, thermisch dehnfähig — und für DIY-Menschen mit Grundwerkzeug in einem Wochenende zu verlegen. Hier bekommst du die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Was du in diesem Artikel lernst
- Wie das Deckprofil A2 System aufgebaut ist
- Welche Profile du brauchst (Mittel, Rand, End) und wie viele
- Welches Werkzeug wirklich nötig ist
- Schritt-für-Schritt Verlegeanleitung
- Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Aufbau des Systems
Das Deckprofil A2 ist ein zweiteiliges Aluminium-Verlegesystem. Es besteht aus einem Unterprofil (Basis), das auf den Sparren geschraubt wird, und einem Oberprofil (Deckel), das von oben aufgeklickt und verschraubt wird. Dazwischen liegen die Stegplatten und die Dichtungen. Das Ergebnis ist eine wasserdichte, aber flexible Verbindung, die die thermische Ausdehnung der Platte aufnimmt.
Drei Profil-Typen
- Mittelprofil A2: verbindet zwei benachbarte Stegplatten
- Randprofil A2: schließt die Platte seitlich zum Rand ab
- Endprofil: schließt die Platte am Ende (First oder Traufe) ab
Alle Komponenten in der Kollektion Verlegesysteme.
Wie viele Profile brauchst du?
Rechnung ist einfach: für n Bahnen brauchst du (n-1) Mittelprofile plus 2 Randprofile. Beispiel: 4 Bahnen à 105 cm sichtbar = 3 Mittelprofile + 2 Randprofile. Plus die passenden Endprofile / Abschlussleisten für First und Traufe.
Werkzeug-Liste
- Akkuschrauber mit Bit-Set (empfohlen: TX-25 oder passend zum Schrauben-Typ)
- Stichsäge mit Feinzahn-Blatt (für Kunststoff geeignet)
- Handkreissäge mit Feinzahn-Blatt (optional, für saubere Rand-Schnitte)
- Cutter, Zollstock, Bleistift, Winkelmesser
- Bohrmaschine mit Metallbohrer (nur wenn Profile nicht vorgebohrt sind)
- Sichere Leiter oder Gerüst
- Handschuhe, Schutzbrille

Schritt-für-Schritt Verlegeanleitung
Schritt 1: Sparren vorbereiten
Prüfe die Sparren auf Ebenheit. Der Sparrenabstand muss zur Plattenbreite passen (sichtbare Breite pro Bahn = tatsächliche Plattenbreite minus Deckprofil-Aufnahme, typisch 105 cm sichtbare Breite bei 1050 mm Platten). Sparrenlänge = Dachlänge, plus 5-10 cm Überstand nach vorne.
Schritt 2: Basisprofile aufschrauben
Rand-Basisprofile und Mittel-Basisprofile werden auf die Sparren aufgeschraubt. Achte darauf, dass die Basisprofile parallel zueinander verlaufen und der Abstand zwischen ihnen der Plattenbreite entspricht (typisch 105 cm bei 1050 mm sichtbarer Plattenbreite). Schrauben ca. alle 40-50 cm setzen.
Schritt 3: Stirnseiten der Stegplatten vorbereiten
Bevor du die Platten auflegst: die Stirnseiten müssen verschlossen werden.
- Obere Stirnseite: Alu-Klebeband — verhindert, dass Wasser in die Kammern läuft
- Untere Stirnseite: Dampfdurchlass-Band (Filtervlies) — lässt Feuchtigkeit raus, hält Insekten fern
Diese Schritte spart man gerne, und der ganze Bau wird undicht.
Schritt 4: Platten auflegen
Platte zwischen zwei Basisprofile positionieren. Wichtig: UV-Schutzseite (Markierung auf Schutzfolie) nach oben. Die Stege der Platte müssen parallel zur Neigung verlaufen — sonst kann Wasser nicht ablaufen.
Schritt 5: Dichtungen einlegen
In die Aufnahmenut der Basisprofile werden EPDM-Dichtungen eingelegt. Sie liegen später zwischen Basisprofil und Platte und dichten den Übergang ab.
Schritt 6: Deckprofile aufklicken
Das Deckprofil wird von oben aufgesetzt und mit Klick oder mit passenden Schrauben (systemabhängig) befestigt. Ergebnis: die Platte liegt zwischen Basis- und Deckprofil, thermisch beweglich, aber wasserdicht.
Schritt 7: Endprofile / Abschlussleisten
Am First (oben) und an der Traufe (unten) werden Endprofile aufgesetzt. Diese schließen die Bahnen sauber ab und lenken das Wasser in die Regenrinne.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Schutzfolie zu früh entfernen
Schutzfolie erst nach der Montage abziehen. Sie schützt die Platte vor Kratzern beim Handling.
Fehler 2: UV-Seite unten
Wenn die UV-Seite nach unten zeigt, altert die Platte in wenigen Jahren stark. Immer prüfen — die Folie hat eine Markierung.
Fehler 3: Stirnseiten offen lassen
Ohne Alu- und Dampfdurchlass-Band ist die Kammer-Konstruktion sinnlos — Wasser und Schmutz laufen in die Kammern.
Fehler 4: Schrauben überdrehen
Wenn du die Verlegeschrauben zu fest anziehst, wird die Platte fixiert und kann sich thermisch nicht mehr ausdehnen. Ergebnis: Rissbildung im Sommer. Immer nur so fest, dass die Dichtung leicht komprimiert wird.
Fehler 5: Falsche Neigung
Unter 5° Neigung staut sich Wasser. Ergebnis: Verschmutzung, evtl. Undichtigkeit. Immer mindestens 5°, besser 7-10°.
Häufige Fragen zum Thema
Passt das Deckprofil A2 auf alle 16 mm Stegplatten?
Ja, sofern die Platten die Standard-Breite (1050 mm) haben und die Stegplatten-Aufnahme des Profils zur Plattenstärke passt. Bei Kombinationen aus verschiedenen Herstellern immer die Systemkompatibilität prüfen.
Brauche ich zusätzliche Dichtungen zwischen Sparren und Basisprofil?
Bei Holz-Sparren empfehlen wir ein EPDM- oder Butylband unter dem Basisprofil, damit keine Feuchtigkeit ins Holz zieht.
Wie viel Neigung braucht das System?
Mindestens 5°, besser 7-10°. Bei zu geringer Neigung staut sich Wasser und das System kann undicht werden.
Kann ich das System auch bei niedrigeren Temperaturen montieren?
Ja, aber unter 5 °C wird das Aluminium spröder und Dichtungen weniger elastisch. Bei sehr kalten Bedingungen die Platten und Profile vorher im Warmen zwischenlagern.
Was mache ich, wenn die Platte länger ist als eine Standard-Bahn?
Bei Dachlängen über 6 m brauchst du eine Querverbindung — meistens ein First-Profil, das zwei Bahnen zusammenführt. Passende Systeme findest du beim Hersteller deiner Konstruktion.
Fazit
Das Deckprofil A2 System ist die zuverlässige Wahl für 16 mm Stegplatten. Mit den richtigen Vorbereitungen (Stirnseiten verschließen, UV-Seite nach oben, Schrauben nicht überdrehen) ist die Verlegung DIY-freundlich. Fragen? hello@biwo-bauwelt.com (Mo-Fr 9-18 Uhr). Versand bis zur Bordsteinkante.
